Zum Jahreswechsel

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

über ein Jahr ist es her, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger gegen den Verkauf des Packhofs für ein Hotel auf dem Packhof stimmten. Seitdem fragt man sich, welche Pläne es für das Gelände gibt und wann ein neuer Startschuss für die Entwicklung gegeben wird. Unsere Bürgerinitiative war entstanden, weil wir uns als Betroffene für den Erhalt des Parks in unserer Stadtmitte einsetzten und gegen eine überbordende Bebauung und Verkehrsbelastung eingetreten sind. Eine Bilanz des seitdem Geschehenen zeigt, dass unsere Forderungen nach einer stärkeren Bürgerbeteiligung oder der Reduzierung des Verkehrs zwar aufgegriffen wurden, wir uns um die Umsetzung jedoch weiterhin kümmern müssen:

Packhof im Winter

Im Sommer 2018 ist von Ralf Krombholz und Jürgen Peters ein Plan für die Bebauung des Packhofs vorgestellt worden, der mit dem Ziel der verkehrsarmen Erschließung verknüpft wurde. Eine Antwort der Stadt auf diesen Plan ist bisher ausgeblieben.

Im November 2018 hat die Stadtverordnetenversammlung die Ausschreibung von vier Bauflächen Packhof – Ecke Eichamtstraße für den Bau von 100 Wohnungen beschlossen. Ob das ebenfalls beschlossene Parkraumkonzept, das zur Verkehrsentlastung führen soll, jemals umgesetzt wird, kann mit Blick auf die bisherige Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans bezweifelt werden.

Im Dezember 2018 wurde von Grünen/Bündnis 90 ein Vorschlag für ein mögliches Verfahren der Bürgerbeteiligung und Ideenfindung für den Packhof vorgelegt. Oberbürgermeister Steffen Scheller hat diesen Vorschlag abgelehnt, weil vor einem Ideenwettbewerb Kriterien entwickelt werden müssten. Ein Beteiligungskonzept gibt es deshalb bis heute nicht.

Im Januar 2019 soll im Ausschuss für Stadtentwicklung über eine Machbarkeitsstudie zur Verkehrsführung in der Kleinen Münzenstraße/Augustastraße gesprochen werden. Die Studie ist Ergebnis eines Gesprächs der Bürgerinitiative mit dem Oberbürgermeister. Bislang waren diese Straßen künftig als Einbahnstraßen konzipiert. Die Studie räumt nun ein, dass der Verkehr genauso gut ausschließlich über die Augustastraße fließen könnte.

All dies zeigt, dass an den Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Stadtteils schon fleißig gefeilt wird und wir uns weiterhin engagieren müssen. Deshalb freuen wir uns auf Ihre Unterstützung auch im nächsten Jahr.

Mit besten Wünschen für das neue Jahr 2019
und ein geruhsames Weihnachtsfest

Ihr Sprecherrat der Bürgerinitiative Packhofgebiet