Pressemitteilung – Bürgerinitiative: Deutliches „Nein!“ zum Hotelkoloss mit Monsterparkhaus auf dem ehemaligen Buga-Gelände

Die Bürgerinitiative Packhofgebiet, hunderte Bewohner der Innenstadt und hunderte Sympathisanten aus anderen Stadtteilen lehnen den gestern vorgestellten und von der Bewertungskommission favorisierten Entwurf der Hamburger premero Immobilien GmbH ab. Er sieht einen Hotelkoloss und ein Monsterparkhaus auf dem ehemaligen Buga-Gelände vor.

Allein das Hotel wäre mit 122 Zimmern größer als das Axxon Hotel – das 119 Zimmer auf neun Etagen anbietet. Das geplante Parkhaus wäre mit insgesamt 503 Stellplätzen deutlich größer als das Parkhaus der „Sankt Annen Galerie“ mit 375 Stellplätzen!

In seiner Dimension und Dichte ist der Entwurf unproportional zur Größe des Areals. Es handelt sich um riesige Gebäude mit dominierender Architektur, die nicht nur in einem krassen Widerspruch zu unserem historischen Stadtkern stehen, sondern auch den durch die Stadtspitze definierten Stadtentwicklungsplänen zuwiderlaufen.

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Hanswalter Werner, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative: „Ein so monströser Gebäudekomplex würde unsere Stadt mit ihrer über tausendjährigen Geschichte verschandeln und der Stadt immensen Schaden zufügen. Ich erinnere an das letzte Mal, als mit dem Bau der ‚Sankt Annen Galerie‘ das Versprechen gemacht wurde, die Innenstadt zu beleben: Die Folge ist ein bis heute andauerndes Sterben des Einzelhandels in Haupt- und Steinstraße. Eine Belebung der Innenstadt wird mit dem geplanten Wellnesshotel ebenfalls nicht erreicht.“

Die Umsetzung des Modells würde unzweifelhaft zu wesentlich mehr Verkehr und zu einer weiteren Zunahme der Emissionen, die schon jetzt über den Grenzwerten liegen, führen. Der präferierte Entwurf ist nicht visionär und zukunftsgewandt. Die Stadt hat an dieser Stelle die Möglichkeit, eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Wir sind für eine lebens- und liebenswerte Innenstadt, in der nicht Kapitalinteressen Einzelner ganze Stadtteile ruinieren dürfen, sondern die Interessen der Bürger und touristische Interessen in Einklang gebracht werden. Wir Brandenburger sind gastfreundlich und begrüßen einen umwelt- und ressourcenschonenden Tourismus, sprechen uns aber gegen die „Tourismusindustrie“ aus, von der während der Präsentation des Entwurfes die Rede war.

Wir rufen alle Brandenburgerinnen und Brandenburger zum Widerstand gegen diese monströsen Pläne der Stadtverwaltung, mit Frau Dr. Tiemann an der Spitze, auf. Verhindern Sie, dass aus dem grünen Herz der Innenstadt eine Betonwüste gemacht wird und schließen Sie sich den Aktionen der Bürgerinitiative an! Thorsten Schütte, Geschäftsführer der Premero Immobilien GmbH hat zugesagt, seinen Entwurf auf der nächsten Bürgerversammlung vorzustellen. Der Termin wird kurzfristig bekanntgegeben.