Offener Brief der Bürgerinitiative Packhofgebiet an die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel

Sehr geehrte Frau Dr. Tiemann,

in Ihrem Interview in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 10.3.2017 gehen Sie auch ausführlich auf die Bürgerinitiative Packhofgebiet ein. Sie beklagen unter anderem eine Kultur der Diskussion, die der Stadt nicht gut tue. Wir sehen das genauso und möchten Ihnen hierauf antworten:

Aktuell wird diskutiert, die Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg zu befragen, wie sich der Packhof und unsere Innenstadt weiter entwickeln sollen. Wir finden diese Idee sehr gut, denn auch uns liegt die Entwicklung am Packhof und der gesamten Brandenburger Innenstadt am Herzen.

Eine Befragung bietet die Chance, die Erwartungen, Wünsche und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln und wir merken in der Diskussion mit unseren vielen Mitgliedern: Gerade die Brandenburgerinnen und Brandenburger haben für die Gestaltung des Packhofs und der Innenstadt sehr gute Ideen!

Einige dieser Ideen hat die Bürgerinitiative in ihren Vorschlägen im Februar 2017 zusammengefasst. Diese sehen unter anderem einen geringeren Umfang der Bebauung und eine verkehrsmäßige Entlastung der Innenstadt vor. Wir denken, dass auch diese Vorschläge in der Befragung thematisiert werden sollten. Die Bürgerinitiative ist gerne bereit, die Fragen ihrer Mitglieder so aufzubereiten, dass sie im Rahmen einer Bürgerbefragung abgestimmt werden können und sich dafür mit der Verwaltung und den Fraktionen der SVV an einen Tisch zu setzen.

Lassen Sie uns die Befragung gemeinsam nutzen, um auszuloten, wie eine Entwicklung des Packhofs und der anliegenden Gebiete aussehen kann. Eine Befragung ist kein Bürgerentscheid. Sie dient dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen, die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen zu lassen und einen qualifizierten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vorzubereiten.

Mit freundlichen Grüßen

Boris Angerer
(im Auftrag des Sprecherrats der BI Packhofgebiet)