Frühjahrsfest am Packhof – Bürgerinitiative feiert Erfolge und fordert Einstieg in alternatives Nutzungskonzept

Viele Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, kamen am Sonnabendnachmittag auf das ehemalige Werftgelände zum Packhoffest. Zusammen mit der Brandenburger Jazzband Nothing Toulouse feierten Gäste und Veranstalter die politischen Erfolge der BI, die bislang die Großbebauung des Packhofs erfolgreich verhindert hat.

Rückschau Frühlingsfest am Packhof

Hanswalter Werner: „Sehr viele Brandenburgerinnen und Brandenburger sind aufgestanden und haben gezeigt, dass es sich lohnt, sich zu engagieren.
Wir haben 4600 Unterschriften gegen den Hotelkoloss gesammelt, mit zwei Gutachten bewiesen, dass die Verkehrs- und Luftschadstoffberechnungen der Stadt falsch sind und wir haben veröffentlicht, dass die Beschlüsse und Verfahren zur Bebauung des Packhofs eine einzige Trickserei waren. Durch die Bürgerinitiative haben die Stadtverordneten gelernt, was das Petitionsrecht im Grundgesetz bedeutet. Die Bürgerbefragung ist jetzt Teil der kommunalen Satzungen. All das ist das Ergebnis der Arbeit der Bürgerinitiative.“

Anstelle der Verhandlungen mit dem Projektentwickler aus Hamburg, dessen Planungen immer noch nur auf dem Papier existieren, sollte jetzt die Chance für einen städtebaulichen Wettbewerb ergriffen werden. Für die einzigartige Fläche am Packhof brauchen wir alternative Vorschläge zur städtebaulichen Entwicklung, die eine maßvolle Bebauung ermöglichen. Der eingeschlagene Weg, den Packhof bis an die Kante zu bebauen, ist angesichts des Ziels, Wohnen, Tourismus und Gewerbe miteinander zu verbinden, nicht zielführend. Besser ist es, dass die Flächen auf dem Packhof schrittweise und zweckgebunden an verschiedene Entwickler vergeben werden. Das setzt andere Rahmenbedingungen voraus, die vorab entschieden werden müssen, wie eine verkehrsarme Erschließung oder die Herrichtung eines größeren Teils des ehemaligen BUGA-Parks am Packhof als Bürgerpark.