Stadtentwicklung im Rückwärtsgang?

Nach dem Hoteldesaster am Packhof nehmen Stadtverwaltung und Stadtverordnete neuen Anlauf. Geplant sind jetzt 100 Wohneinheiten und 50 Parkplätze Ecke Packhofstraße/Eichamtstraße. Die Ausschreibung soll bereits Ende des Jahres von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Später sollen weitere Wohnungen und Erschließungsstraßen auf dem Packhof errichtet werden.

Auch dieses Mal sind Bürgerinnen und Bürger wieder nur Zuschauer. Verschwurbelt wird dazu in der Verwaltungsvorlage festgestellt, dass die 100 Wohneinheiten aus dem Packhofgelände „herausgelöst“ würden. Das Verfahren zur Bürgerbeteiligung zur Packhofentwicklung müsse noch geklärt werden.
Sowohl das Wahlversprechen, die Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung des Packhofs einzubeziehen, als auch die kostspieligen Planungspapiere (Masterplan, Verkehrsentwicklungsplan) der Stadt, die eine Reduzierung des Autoverkehrs in den Innenstadt anmahnen, sind damit Makulatur. Man kann nicht den Bürgerinnen und Bürgern versprechen, sie in die Entwicklung ihres Stadtteils einzubeziehen und dann mal nebenbei das Gegenteil tun. Bitte Lesen Sie weiter …

EINLADUNG zur VOLLVERSAMMLUNG am 9. Oktober 2018

Packhof in Brandenburg an der Havel

Liebe Mitglieder der Bürgerinitiative Packhofgebiet,

der Sprecherrat der Bürgerinitiative lädt zu einer Vollversammlung am
Dienstag, dem 9. Oktober 2018 um 19:00 Uhr
in das Wichernhaus, Hauptstraße 66 in 14776 Brandenburg an der Havel herzlich ein. Routenplaner »

Die Tagesordnung enthält folgende Punkte:

  1. Neue Ideen zum Packhof – vorgestellt von Ralf Krombholz und Jürgen Peters
  2. Vorstellung des VCD Verkehrsclub Deutschland mit ökologischem Schwerpunkt von Gero Walter (angefragt)
  3. Berichte zu den Vorlagen der Stadtverwaltung: Masterplan – Verkehrsentwicklungskonzept – Parkleitraumsystem
  4. Kommunalwahl 2019 Vorstellungen der Mitglieder zu Aktivitäten
  5. Sonstiges u. a. Informationen zum Datenschutz

Über zahlreiche Teilnahme würden wir uns freuen.

Erhard Gottschalk, Hanswalter Werner

Verkehrsberuhigung jetzt! Bürgerinitiative Packhofgebiet startet Anwohnerbefragung

Im August 2018 führt die Bürgerinitiative Packhofgebiet eine Anwohnerbefragung zur Verkehrsführung in der Kleinen Münzenstraße durch.

Hintergrund ist der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Brandenburg an der Havel, der im Herbst 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden soll. Dieser Plan sieht vor, die Kleine Münzenstraße und die Augustastraße zukünftig als Einbahnstraßen auszubauen.

Die Sperrung der Kleinen Münzenstraße während des Havelfests hat aus Sicht der Bürgerinitiative gezeigt, dass die Verlagerung des Autoverkehrs in die Augustastraße eine sehr gut funktionierende Alternative ist. Die Wohnsituation in der Kleinen Münzenstraße hat sich für viele wegen des geringeren Verkehrs in dieser Zeit deutlich verbessert.

Zur Wahl und Diskussion stehen die folgenden zwei Varianten:

Möglichkeiten der Verkehrsführung in der Kleinen Münzenstraße

Die Anwohner der Kleinen Münzenstraße können und sollen auch Alternativvorschläge machen.

Mithilfe der Befragung und des Votums der Anwohner der Kleinen Münzenstraße möchte sich die Bürgerinitiative Packhofgebiet dafür einsetzen, dass der Verkehrsentwicklungsplan und die vorläufigen Planungen der Stadt abgeändert werden. Die Ergebnisse der Befragung werden im September veröffentlicht und Stadtverwaltung und Stadtverordneten übergeben.

Boris Angerer
(Sprecherrat BI Packhofgebiet)

BI Packhofgebiet plädiert für umfassende Bürgerbeteiligung

Rund 40 Mitglieder der Bürgerinitiative diskutierten am 29. Mai über weitere Schritte zur Entwicklung des Packhofs. Im Mittelpunkt standen die Fragen, ob die BI-Mitglieder mit einer gemeinsamen Position zur künftigen Packhofbebauung an die Öffentlichkeit treten sollten und wie sich die Bürgerinnen und Bürger an der Diskussion zur Packhofentwicklung beteiligen können.

Die Diskussion ergab wie schon in den vorangegangenen Versammlungen der BI ein differenziertes Meinungsbild, das von Parkbefürwortern bis hin zu Befürwortern einer maßvollen Bebauung reichte. Deshalb plädierten die Mitglieder einhellig dafür, dass es keinen anderen Weg geben könne, als die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft des Geländes im Stadtzentrum abzustimmen zu lassen. Im Raum stand ebenfalls die Rolle eines zukünftigen Auswahlgremiums zur Packhofbebauung, das derzeit im politischen Raum diskutiert wird.

Bei dem Gremium, das nach ersten Plänen der Stadtverwaltung aus Stadtverordneten, Verwaltungsleuten, Experten, Bürgern und auch Vertretern der BI bestehen soll, fühlten sich viele an das Auswahlgremium erinnert, das 2016 die Hotelpläne durchwinkte. Da 2017 die Hotelpläne schließlich in einer Bürgerbefragung durch die große Mehrheit der Brandenburger abgewählt wurden, plädierten die BI-Mitglieder auch hier, dass die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in die Ideenfindung zur Entwicklung des Packhofs eingebunden werden müssten. Auch hierfür liegen der Stadtverwaltung bereits Vorschläge für ein umfassendes Beteiligungsverfahren vor, das in anderen Städten bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

Wiederholt wurden Bedenken vorgetragen, dass angesichts der ungelösten Verkehrsprobleme in der Innenstadt die verkehrsmäßige Erschließung des Packhofs den Problemdruck verschärfe. Diese Einschätzung richtete sich nicht zuletzt gegen den aktuellen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt, in dem für den Autoverkehr Parkhäuser am Neustädtischen Markt und am ehemaligen C&A-Kaufhaus vorgeschlagen werden.

i. A. des Sprecherrates
Boris Angerer

BI Packhofgebiet bleibt am Ball – Bebauungsplan für den Packhof kommt 2018

In einem rund 90-minütigen Gespräch haben sich am 26.04.2018 Vertreter der BI-Packhofgebiet und Oberbürgermeister Steffen Scheller über die aktuellen Planungen zur Weiterentwicklung des Packhofs ausgetauscht. Im Vordergrund standen Fragen zur Verkehrssituation und zur Einbindung der BI in die weiteren Planungsprozesse.

Boris Angerer:
Unabhängig von der Frage der künftigen Bebauung des Packhofs gibt es einige Verkehrsprobleme in dem Stadtteil, die gelöst werden müssen. Herr Scheller und Herr Reck haben sich unsere Vorschläge erst einmal angehört und versprochen, etwas zu unternehmen.

Für die Kleine Münzenstraße haben wir aufgrund des Straßenzustands und der sehr schmalen Gehwege eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 20 km/h vorgeschlagen. Die Verwaltung prüft derzeit, ob sich das machen lässt. Im Hinblick auf den Parksuchverkehr wurde uns eröffnet, dass das künftige Parkraumbewirtschaftungskonzept der Stadt bis auf wenige Parkplätze in der Lindenstraße im gesamten Gebiet nur noch das Anwohnerparken vorsehe. Das kostenlose Kurzzeitparken als wesentliche Ursache des Parksuchverkehrs wird damit entfallen. Als BI hoffen wir, dass die Stadtverordnetenversammlung diesem, aus unserer Sicht vernünftigen Vorschlag folgen wird. Bitte lesen Sie weiter »»»

Luftreinhaltung durch zusätzlichen Autoverkehr?

Feinstaubmessungen der BI-Packhofgebiet haben ergeben, dass in den Jahren 2016-2017 an 90 Tagen die zulässigen Grenzwerte für PM 10 (Grenzwert 40 μg/m3) und PM 2,5 (Grenzwert 25 μg/m3) in der Kleinen Münzenstraße überschritten wurden. Schnee von gestern? Auch am heutigen Tag lagen PM 10 bei 89,9 μg/m3 und PM 2,5 bei 53,1 μg/m3. Seit 2005 darf auch eine PM10-Konzentration von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel nur an höchstens 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden. Was bedeutet das?

Der Packhof in Brandenburg an der Havel

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