BI Packhofgebiet plädiert für umfassende Bürgerbeteiligung

Rund 40 Mitglieder der Bürgerinitiative diskutierten am 29. Mai über weitere Schritte zur Entwicklung des Packhofs. Im Mittelpunkt standen die Fragen, ob die BI-Mitglieder mit einer gemeinsamen Position zur künftigen Packhofbebauung an die Öffentlichkeit treten sollten und wie sich die Bürgerinnen und Bürger an der Diskussion zur Packhofentwicklung beteiligen können.

Die Diskussion ergab wie schon in den vorangegangenen Versammlungen der BI ein differenziertes Meinungsbild, das von Parkbefürwortern bis hin zu Befürwortern einer maßvollen Bebauung reichte. Deshalb plädierten die Mitglieder einhellig dafür, dass es keinen anderen Weg geben könne, als die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft des Geländes im Stadtzentrum abzustimmen zu lassen. Im Raum stand ebenfalls die Rolle eines zukünftigen Auswahlgremiums zur Packhofbebauung, das derzeit im politischen Raum diskutiert wird.

Bei dem Gremium, das nach ersten Plänen der Stadtverwaltung aus Stadtverordneten, Verwaltungsleuten, Experten, Bürgern und auch Vertretern der BI bestehen soll, fühlten sich viele an das Auswahlgremium erinnert, das 2016 die Hotelpläne durchwinkte. Da 2017 die Hotelpläne schließlich in einer Bürgerbefragung durch die große Mehrheit der Brandenburger abgewählt wurden, plädierten die BI-Mitglieder auch hier, dass die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in die Ideenfindung zur Entwicklung des Packhofs eingebunden werden müssten. Auch hierfür liegen der Stadtverwaltung bereits Vorschläge für ein umfassendes Beteiligungsverfahren vor, das in anderen Städten bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

Wiederholt wurden Bedenken vorgetragen, dass angesichts der ungelösten Verkehrsprobleme in der Innenstadt die verkehrsmäßige Erschließung des Packhofs den Problemdruck verschärfe. Diese Einschätzung richtete sich nicht zuletzt gegen den aktuellen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt, in dem für den Autoverkehr Parkhäuser am Neustädtischen Markt und am ehemaligen C&A-Kaufhaus vorgeschlagen werden.

i. A. des Sprecherrates
Boris Angerer