Anmerkungen zum Wahlkampfauftakt der Freien Wähler in Brandenburg an der Havel

Es ist doch einigermaßen erstaunlich, wenn zum Start in die Kommunalwahl der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Stadtverordnete der Grünen und die Bürgerinitiative Packhofgebiet als Verhinderer der Stadtentwicklung bezeichnet und behauptet, dass daher eine Investition von 90 Millionen Euro an der Stadt Brandenburg vorbeigegangen sei.

Die Fakten sind doch ganz andere.

Die Verhinderer einer zeitgemäßen Entwicklung des Packhofs sitzen in den Reihen der CDU und der Freien Wähler, die gegen den Bürgerwillen einen Hotelkoloss am Packhof errichten wollten und damit einen Beitrag zur Verschandelung der Innenstadt leisten wollten, teilweise unterstützt von der AfD und durchgängig vom lokalen Fernsehsender SKB.

Erst das klare Nein einer sehr deutlichen Mehrheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger, hat diese Allianz gestoppt.

Parksituation in der Packhofstraße
Nach Überzeugung der Freien Wähler werden hier die Erst-, Zweit- und Drittwagen der Bewohner des Packhofs geparkt

Wenn nun die Freien Wähler davon sprechen, dass eine 90 Millionen Euro Investition durch den zumindest zweifelhaften Projektentwickler premero aus Hamburg der Stadt Brandenburg verloren gegangen sei, so spricht daraus entweder eine kaum zu überbietende Leichtgläubigkeit – was ich nicht vermute – oder die Absicht, die Brandenburgerinnen und Brandenburger für dumm zu verkaufen. Es gibt nämlich außer der von premero so nebenbei genannten Summe von 90 Millionen Euro keinen ernstzunehmenden Beleg, dass eine Investition dieser Größenordnung wirklich stattgefunden hätte. Die aktuelle Homepage von premero lässt eher eine gegenteilige Schlussfolgerung zu.

Insgesamt lassen die Ideen der Freien Wähler zur Stadtentwicklung Schlimmes befürchten.

Die Entwicklung orientiert sich weder an modernen Erkenntnissen von Stadtentwicklung, noch werden Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit auch nur ansatzweise sichtbar.

Das ist ein denkbar schlechter Wahlkampfauftakt der Freien Wähler.

Im Auftrag des Sprecherrates der Bürgerinitiative Packhofgebiet
Hanswalter Werner